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WLAN-Tipps für Eltern

Wi-Fi Guide For Parents

 

Im Idealfall ist das Internet für Ihre Kinder eine enorme Wissensquelle. Laut Sugata Mitra, Professorin für Bildungstechnologie, lernen Kinder, die einen sicheren Zugang zum Internet haben, „schneller und besser lesen“, werden selbstbewusster“ und,behalten, das, was sie gelernt haben, viel länger“ als Kinder, die offline lernen.

Da das Internet selbst aber so umfassend ist, sollten Sie sich Gedanken um die richtige Verwendung machen, wobei u.a. die Nutzungsdauer, Schutz vor Malware und die Gefährdung durch unangebrachte Inhalte berücksichtigt werden sollten. Damit Ihre Kinder optimal vom Internet profitieren können, sollten Sie klare Regeln für ihren Zugriff auf das WLAN aufstellen.

Legen Sie WLAN-Zeiten fest

Sie sollten kein beliebiges Zeitlimit festlegen, sondern einen Plan erstellen, der genau auf Ihr Kind abgestimmt ist. Überlegen Sie sich, wie lange es dauert, bis gelegentlicher Gebrauch zu Abhängigkeit und Sucht führen kann. Wenn Ihr Kind etwa ohne einen Blick auf sein Smartphone kein Gespräch mehr zu Ende führen kann, nicht entspannt essen oder sich einen Film ansehen kann, sollten Sie seinen Zugang zum Internet zeitlich begrenzen.

Sie können mit WLAN-freien Bereichen, wie bestimmten Zimmern im Haus, oder WLAN-freien Tageszeiten wie dem Abendessen beginnen. Während der anderen Zeiten sollten Sie einen vernünftigen WLAN-Gebrauch Ihrer Kinder ermutigen, indem Sie sich beispielsweise mit ihnen Videos auf YouTube ansehen oder Xbox Live spielen. Für pädagogische Inhalte können Sie auch Ausnahmen machen, was die zeitliche Einschränkung betrifft.

Kontrollieren Sie den Internetgebrauch

Kontrolle spielt auch eine wichtige Rolle, denn wenn Sie Ihren Kindern völlig freien Lauf lassen, stoßen sie möglicherweise auf anstößige Inhalte. Ständige Beobachtung oder starke Einschränkungen können jedoch zu Misstrauen führen. Mitra empfiehlt mehr Offenheit beim WLAN-Gebrauch zu Hause durch gemeinsame Internetnutzung: über das Smart TV-Gerät im Wohnzimmer oder Tablets mit großen Bildschirmen.

Machen Sie Ihrem Kind klar, was es online freigeben darf und was nicht, etwa persönliche Daten wie Ihre Adresse oder Telefonnummer. Um die Sicherheit zu erhöhen, sollten Sie darauf achten, dass Sie alle Passwörter der Konten sozialer Medien Ihrer Kinder sowie des Sperrbildschirms ihres Smartphones kennen. Wenn Sie vermuten, dass Ihre Kinder Websites besuchen, die Sie nicht geeignet finden, sehen Sie sich ihren Browserverlauf oder die Netzwerkaktivitätsprotokolle Ihres WLAN-Routers an. Sie sollten mit ihnen darüber reden, warum sie diese Websites nicht besuchen sollen.

Kinderschutzfunktionen und andere Maßnahmen

Die Gaming-Geräte Ihrer Familie sind mit integrierten Funktionen ausgestattet, die für eine sichere WLAN-Umgebung sorgen. Egal, ob iPhone oder Nintendo 3DS: Sehen Sie sich die Kinderschutzfunktionen an, die im Menü Geräteeinstellungen aufgeführt werden, bevor Sie Ihren Kindern ein neues Gerät geben. Je nach Gerät haben Sie mit diesen Einstellungen eine Menge Möglichkeiten. So können Sie die Verwendungszeit einschränken oder für die Jugend nicht freigegebene Websites blockieren. Auch für Smartphones bieten Provider Sicherheitskontrollen an, die Sie beim Anmelden an Ihr Konto auf der Website Ihres Providers finden. Zudem kann durch das Deaktivieren von Positionsdiensten und individuelle Anpassen von App-Einstellungen verhindert werden, dass Daten freigegeben werden, damit die Privatsphäre Ihres Kindes geschützt wird.

Nutzen Sie Software und Websites wie OpenDNS, die bestimmte Inhalte blockieren, um zu verhindern, dass Ihre Kinder über Ihr Heimnetzwerk auf bestimmte Websites gelangen. Sie filtern nur für Erwachsene bestimmte Inhalte sowie Malware, Viren, Scam und Phishing. Neben Software und Diensten, die Inhalte blockieren, können Sie über Tracking-Apps die Internetaktivitäten Ihrer Kinder verfolgen und benutzerdefinierte Inhaltsbeschränkungen, Zeitlimits und Zensur verwenden. Mit manchen Software-Paketen können Sie sogar die SMS-Nachrichten und Interaktionen Ihrer Kinder auf sozialen Medien kontrollieren, indem Sie sich Benachrichtigungen über ihre Aktivitäten auf Ihre eigenen Smart Devices senden lassen. Keylogging-Software (Tasten-Protokollierer) können jeden Tastendruck auf dem Computer oder Mobilgerät verfolgen.

Sorgen Sie für Vertrauen

Caroline Knorr, die im Bereich Erziehung Redakteurin bei Common Sense Media ist, thematisiert einen wichtigen Punkt: Kinder „glauben, dass Ihre Handys unantastbar und persönlich sind,“ und dass zu viel Einmischung der Eltern zu einer Situation führt, in der „Kinder gegen Eltern stehen, auch wenn die Kinder gar nichts verkehrt gemacht haben.“

Knorr empfiehlt, damit anzufangen, strenge Kinderschutzfunktionen auf den WLAN-Geräten Ihrer Kinder einzustellen. So können Sie etwa Zeitlimits oder eine Liste mit blockierten Websites oder Stichwörtern verwenden. Wenn sich herausstellt, dass die Kinder verantwortungsvoll mit dem Internet umgehen, können Sie die Regeln lockern. Wenn beispielsweise über einen längeren Zeitraum keine Probleme auftreten, können Sie die Zeit, die Ihre Kinder online sein dürfen, verlängern und sehen, ob sie ihre Gewohnheiten ändern. Wenn Surfen im Internet und Aktivitäten ohne WLAN in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen, können Sie das Zeitlimit ganz aufheben.

Da Sie und Ihre Kinder sich in einer zunehmend vernetzten Welt bewegen, sollten Sie sich darauf konzentrieren, auf dem Laufenden zu bleiben und viel zu lesen: sowohl Blogs zur Sicherheit im Internet als auch Artikel zu aktuellen Gefahren wie Online-Mobbing. Wenn Sie das Gefühl haben, sich ausreichend informiert zu haben, nehmen Sie immer wieder den Dialog auf. Sie können den Fokus mehr auf die Vorzüge des Internets richten als auf die Dinge, die Ihren Kindern vorenthalten werden, wenn Sie bereit sind, über Ihre WLAN-Regeln zu diskutieren und sie offenzulegen.

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